Archiv der Kategorie: Operation Mindfuck

NSU: Mit Integration wäre das nicht passiert!

Zur Feier des Tags. Ein offener Brief der Regierung an die deutsche Nation.

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Döner.

Zutiefst schockierte mich vor ziemlich genau einem Jahr die Nachricht, dass in unseren wunderbaren Land mehrere Einzeltäter unter dem Namen „Nationalsozialistische Union“ eine Deutsche und zehn Ausländer ermorden konnten. Ich war wütend und betrübt, voll von Trauer – aber auch Zweifel – ob des Umstandes, dass das Gewaltmonopol des Staates gebrochen worden war: Sogar eine Polizistin wurde getötet!

Nun rufen viele Querulanten und Nestbeschmutzer nach einer Abschaffung des Verfassungsschutzes und der Polizei. Dies trifft jedoch nicht die wahre Ursache von Ausländerwenigerfreundlichkeit und extremistischer Gewalt. Ich gebe zu: Es haben einzelne Fehler begangen, es kam zu wenigen Pannen. Vergessen wir jedoch nicht die Ursachen für diese relativ wenigen und letztlich – das versichere ich Ihnen ausdrücklich – unbedeutenden Pännchen. Der Grund für Ausländerwenigerfreundlichkeit ist und bleibt der Ausländer. In Zeiten wirtschaftlicher Unzufriedenheit der Deutschen mit zu hohen Lohnnebenkosten und Arbeitsunwilligkeit ist es durchaus verständlich, wenn einzelne sich dazu genötigt sehen Ausländer zu erschießen. Dies kann jedoch nicht der Richtige Weg sein! Hier muss die Politik reagieren, wieder mit den Bedürfnissen des Volkes in Kontakt treten. Nicht umsonst haben wir in den Neunzigern des vergangenen Jahrhunderts zusammen mit den Sozialdemokraten in einem Akt des nationalen Selbstschutzes das Grundrecht auf Asyl vor der Flut von Scheinasylanten bewahrt. Und so muss es auch heute wieder heißen:

Wer von Ausländerwenigerfreundlichkeit reden will, darf von Integration nicht schweigen, meine Damen und Herren, liebe Döner!

Die heiligen Gefühle der Deutschen konnten sich nur zu extremistischen Taten formen, weil die Integration der Ausländer in Deutschland nicht vorankommt. Viele verweigern einen niedrigeren Lohn als Deutsche, einige fordern sogar offen das Wahlrecht! Solange sich die Ausländer jedoch nicht der deutschen Gesellschaft unterordnen, sich also integrieren, kann auch die Ausländerwenigerfreundlichkeit nicht erfolgreich ausgerottet werden.

Dies Gerede über Abschaffung oder auch nur Beschränkung von Geheimdiensten und exekutiven Gewaltorganen führen uns in die falsche Richtung. Die Geschichte lehrt uns, dass ein zweites Weimar sich niemals mehr ereignen dürfe! Und auch jetzt will die linksextremistische DDR-Partei DIE LINKE unsere Freiheitlichdemokratischegrundordnung mit ihrer Forderung nach der Abschaffung des Verfassungsschutzes zerstören. Man sieht also: Die Extremisten aller Couleur arbeiten zusammen gegen Deutschland. Darum muss die politische Antwort auf diese extremistische Bedrohung lauten:

Mehr Integration gegen jeden Extremismus wagen!

Zum einen die Integration der Ausländer mit allen Mitteln des Rechtsstaates. Zum anderen jedoch auch die Integration von polizeilichen Aufgaben in die Geheimdienste zum Schutze der Freiheitlichdemokratischengrundordnung. Ein paar bedauerliche Tote dürfen nicht den Untergang Deutschlands nach sich ziehen.

Aber lassen Sie mich mit einem tröstlichen Ausspruch für die Hinterbliebenen der Opfer des NSU – Familie Kiesewetter und die anderen – schließen:

Deutschland muss leben und wenn wir sterben müssen!

Mit freundlichen Grüßen,

Rainer Deutscher

Bundesminister des Innern

Christlich-Sozialistischer Uebergrund (CSU)

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Herr Vader von der BAD Bank

BAD Bank

BAD Bank

Nachdem die Bundesregierung die von führenden Wirtschaftsexperten geforderte Einrichtung einer Bad Bank Mitte diesen Jahres angeregt hatte, eröffnete heute die BAD Bank ihre erste Filiale in Berlin. EiW Reporter Rolf Polkappenschmelze hat sich dort einmal umgesehen.

Trist und grau ist der Bordstein vor der Filiale in der Tauentzienstraße 21-24. Vereinzelte iPhone- und Bugatti-Verpackungen werden vom Wind aufgewirbelt. Menschen in schlichten Pelzmänteln und abgetragenen Armani Anzügen frequentieren den Eingangsbereich.

Im Dachgeschoss es ehemaligen Luxuskaufhauses erwarten uns Geschäftsführer Anakin Vader und Pressesprecher J. J. Binks. Das Büro ist klein, ungemütlich und der Schreibtisch, bis auf einen kleinen Teller Butterkekse und das Bild eines alten Mannes mit grimmigen Blick, leer. Nach kurzem Händedruck und angedeutetem Bruderkuss aufs Genital des Gegenübers setzen wir uns und beginnen das Gespräch.

EiW: Herr Vader… wir dürfen doch Änni sagen, nicht wahr?

Vader: Räuspert sich…

Binks: Ja! Ja! Änni.

Vader: Verzieht die Stirn. Na gut. Aber sagen Sie: Mächtiger Änni.

Krämpelt nie die Ärmel hoch - Anakin Vader.

Krempelt nie die Ärmel hoch - Anakin Vader.

EiW: Mächtiger Änni, Sie waren Oberbefehlshaber einer imperialistischen Armee, führendes Mitglied eines daoistischen Kultes und Kampfpilot. Warum jetzt der Schritt in die Wirtschaft?

Vader: Nun ja, atmet schwer, aus gesundheitlichen und familiären Gründen war ich gezwungen, meine religös-imperiellen Tätigkeiten aufzugeben. Meine Kinder führten einen Putsch gegen mich und meinen damaligen Chef und Lebensgefährten Jörg Palpatine aus, der eine Rückkehr in diesen Sektor unmöglich machte. Die Wirtschaft erschien mir darob als ein gutes Betätigungsfeld.

EiW: Ihr wirtschaftlicher Werdegang hat einiges aufzubieten. Tätigkeiten für IG Farben, BASF, Siemens, SAP, Monsanto und ein Praktikum bei Microsoft. Wie sind Sie danach ausgerechnet im Bankensektor gelandet.

Vader: Es war mehr eine Art Zufall, oder besser: Bestimmung. Mein Praktikum bei Microsoft lief gerade aus, da rief mich mein alter Freund Richard Cheney an – wir kannten uns aus alten Todesstern Zeiten – und fragte, ob ich nicht Interesse hätte in Deutschland eine Bank zu leiten. Erst sagte mir der Gedanke nicht so recht zu, doch als er erwähnte, es handele sich um eine Bad Bank, war ich sofort Feuer und Flamme. Hustet und atmet schwer ein.

Eine Woche später überreichte mir Kanzler Jauch die Schlüssel für mein neues Imperium. Lacht blechern. Nein, ernsthaft. Nach einem wunderbar bürokratischen Prozess schickte mir das Ministerium für Finanzen und Soziales die Schlüssel.

EiW: Wir befinden uns hier im ehemaligen Kaufhaus des Westens. Warum wurde ausgerechnet dieses Gebäude für die BAD Bank ausgewählt?

Feierliche Übergabe der ersten Aktien an die BAD Bank.

Feierliche Übergabe der ersten Aktien an die BAD Bank.

Vader: Wir, die BAD Bank, haben dieses Gebäude aus zwei wichtigen Gründen ausgewählt. Der erste ist schlichtweg praktischer Natur. Aktien existieren ja nicht ausschließlich in rein elektronischer Form, sondern auch als Papiere. Das ehemalige Kaufhausgebäude bietet genügend Raum für die zu erwartende Menge an toxischen Papieren. Die HRE-Aktien allein belegen schon die Bereiche Herrenunterwäsche, Feinkost und Handfeuerwaffen. Der Raum entspricht also den zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklungen. Notfalls stehen in der Nähe noch genug andere Gebäude leer, die wir anmieten können.

Zweitens hat die Wahl dieses Gebäudes einen psychischen Charakter. Viele unser jetzigen Kunden haben den Weg hierher vollkommen verinnerlicht. Dies war der einzige Ort, an dem sie selbst ihre täglichen Einkäufe tätigten. In die Discounter schickten sie ihre Dienstboten und Mägde. Das Vermögen größtmögliche Flexibilität im Finanzgeschäft aufzufahren bedurfte psychologisch eines Maximums an Monotonie in allen anderen Lebensbereichen. Dies bedeutete verkürzt: KDW, FDP, Porsché…

EiW: Sie erwähnten gerade FPD. Dort sind Sie als Chef der staatlich finanzierten BAD Bank zutiefst verhasst. Wie gehen Sie damit um?

Vader: Wissen Sie, aus meinen alten Jobs kenne ich das Gehasst-werden noch zu gut. Neu ist für mich allerdings die Machtlosigkeit meiner Person. Angst empfinde ich seit langem schon nicht mehr. Genau wie Liebe. Dennoch ist es unschön, dass jungliberale Schlägerbanden mir nachts auflauern, mein Haus und Auto mit Goldbarren zu bewerfen und mit Kaviar an meine Tür ‚Sozialistensau‘ schreiben. Dass es mir verboten ist, sie zu töten, wie ich es früher oft mit meinen Feinden und Ex-Freunden tat, macht mich traurig. Atmet schwer.

EiW: Kommen wir aber weg von den Gefühlen. Das Konzept einer Bad Bank sieht vor, dass diese, sobald sich die wirtschaftliche Lage wieder normalisiert hat, die toxischen Papiere, im Idealfall mit Gewinn, in den ökonomischen Kreislauf reintegriert beziehungsweise Bürgschaften für faule Kredite übernimmt und/oder als spezielles Inkassounternehmen arbeitet. Wie gedenken Sie das umzusetzen? Schlau: Glauben Sie, dass es wie in den 1990er Jahren in Schweden funktionieren wird?

Anakin Vader im Gespräch mit EiW Reporter Rolf Polkappenschmelze.

Anakin Vader im Gespräch mit EiW Reporter Rolf Polkappenschmelze.

Vader: Ja.

EiW:… Können Sie dazu mehr sagen?

Vader: Ja.

EiW:… Das ist nicht komisch.

Vader: Entschuldigen Sie, ich arbeite gerade an meinen social skills. Aber um Ihre Frage ausführlicher zu beantworten: Im Bereich Inkasso kann ich auf die Erfahrungen und Methoden meiner ersten Berufslaufbahn zurückgreifen. Dickie (Cheney, A. d. Red.) hat mich schließlich nicht umsonst in diesen Job gelobt. Was den zukünftigen Verkauf der toxischen Papiere angeht, kann ich keine Gewinnversprechungen machen außer 2,578. Alles weitere hängt am Wirtschaftsprogramm der Schwarz-Braunen Koalition.

EiW: Herr Vader, wir danken für dieses Gespräch.

Vader: Sie sind alleine, da benutzt man den grammatischen Numerus Singular.


Finanzkrise weitet sich aus – Friedensnobelpreis verliehen

Berlin – Neuer Skandal erschüttert die Finanzwelt. Wie Finanzminister Peer Steinbrück hinter vorgehaltener Hand beschämt zugab, hat es einen weiteren skandalösen Zwischenfall in Deutschland gegeben. Entgegen allen Erwartungen der Rating-Agenturen hat die international gefürchtete Heuschrecke Earth, Berries & Winter Sisters, eine hundertprozentige Erdbeeren im Winter Tochter, Billiardendefizite offen gelegt. Die auf Devisen und Import-Export Geschäfte spezialisierte Bank hatte sich bei allen bekannten Banken und privaten Kreditgebern der Welt auf den Namen von Bundespräsident Jupp Schröder Zillionenbeträge geliehen und auf dem Subprime-Markt alles auf Rot gesetzt.

Vorstandsvorsitzender Rolf Polkappenschmelze gewann, investierte in faule amerikanische Kredite und glaubte den großen Coup zu machen, als er gestern versehentlich das restliche Kapital an die seit Wochen insolventen Lehman Brothers überwies.

„Keine Ahnung, wie das passieren konnte. Wahrscheinlich war der Prostituierte schuld, der mich gerade oral befriedigte als ich die Überweisung ausgefüllt habe. Da konnte ich den Aktienkurs auf meinem Plasmabildschirm kurz nicht sehen. Genau so muss es gewesen sein!“ Sagte Polkappenschmelze gegenüber der Bild-Zeitung. Die titelte daraufhin: „300.000.000 € – Einfach weggeblasen! Stricher Emanuel-Paul S. gesteht alles!“

Doch mit einer Hetzkampagne gegen die Prostitution in Vorstandsetagen allein kann diese Krise nicht abgewandt werden. Vorstandsvorsitzender Polkappenschmelze weigerte sich auf Anfrage der Gala zurückzutreten. Er habe die Milliardenabfindung nicht verdient und müsse dafür noch so einiges in den Sand setzen, ließ er gegenüber der Soldatenfachzeitschrift Coupé verlauten.
Da Erdbeeren im Winter nebenberuflich Kredite an deutsche Kommunen und die dänische Mafia vergibt, ist nun Deutschland als ganzes gefährdet. Der Mutterkonzern muss voll für die Ausfälle der Tochterbank aufkommen. Den Betrag von 700 Killionenmilliarden € kann Erdbeeren im Winter allerdings nicht aufbringen. Auf Forderungen der dänischen Mafia an die EU reagierte der französische Ratspräsident Louis de Funès
auf Grund seines pathologischen Dänenhasses gar nicht. Schließlich sah sich der Vorsitzende des Zentralkomitees des milliardenschweren Internetblogs Horst Paluschke gezwungen Kontakt mit der Bundesregierung herzustellen. Er wandte sich per SMS an den Finanzminister: „peer! brauch geld. 700 killionem. möglichst bake. tschüssikowski, äitsch pi. ;-(“

Heute morgen dann Entwarnung für Paluschke. Die Bundesregierung befand Erdbeeren im Winter für „systemrelevant“ und stellt eine Bürgschaft über 700 Billionaden € aus. Dieses neue Gütesiegel wird künftig den Unternehmen verliehen, die essenziell wichtig für den Betrieb der Bundesrepublik Deutschland Ultimate 8 Bit sind. Auf diese Unternehmen können einfache Bürgern dann nur noch beschränkt zugreifen. Dies schafft Sicherheit und Ruhe für die besonderen Zugriffsberechtigten der Oberschicht. Der Staat verpflichtet sich außerdem, uneingeschränkt Steuergelder in diese Unternehmen zu pumpen, ohne jemals irgendeine Mitsprache als Gegenleistung zu verlangen. Auf diese Weise wird das Wirtschaftssystem gestützt und vor grausamem Kommunismus gesichert.
Andere ausgezeichnete Unternehmen sind z. B. Hecker & Koch, die Deutsche Bank, Schlecker und die Bertelsmann AG.

In wie fern der kleine Blogkonsument von diesem Deal profitieren soll und was das für den dämlichen Steuerzahler bedeutet ist noch nicht abzusehen. Wahrscheinlich wird wohl wieder Sklavenarbeit a la `44 eingeführt, um die deutsche Wirtschaft zu stabilisieren. So proklamierte Sir Ralf Dahrendorf für die FDP: „Sklaverei ist die Mutter des Wohlstands. Basta.“
Wo er recht hat, hat er recht.

BLITZUPDATE

Oslo – Im schwedischen Oslo wurde der Friedensnobelpreis überraschend dem internationalen Finanzsystem verliehen. „Durch seine findige Taktik, jeden mit seinen gierigen Klauen zu umschließen und in den Abgrund zu ziehen hat es erreicht, dass die Staaten zukünftig weniger Geld für die Aufrüstung ihrer Armeen stecken zur Verfügung haben,“ begründete Peer-Ole Swinsdotter vom noblen Komitee die Entscheidung.


SPD dreht noch einmal richtig auf

Review der Doppelfolge vom Sonntag

Eigentlich galt die Serie „SPD“ vielen schon als Zombie oder Wachkomapatient. Warf man der Serie in der Vergangenheit inhaltliche Schwächen vor und waren die Figuren Beck und Ypsilanti unglaubwürdig geworden, so überraschte die erste Doppelfolge der 146. Staffel des Dokudramas mit gleich zu Beginn mit einer radikalen Wendung. Notwendig war es geworden, da das Ende der letzten Staffel viele Stammseher nicht mehr überzeugen konnte. Der ewige Zwist zwischen Beck und Steinmeier um die Kanzlerkandidatur fand keinen befriedigenden Abschluss und blieb ein langweiliger Cliffhanger. Die Serie drohte in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Zwar hat das Spin-Off um den charismatischen Oskar und seine Abenteuer „Die LINKE“ inzwischen immer mehr Fans, aber dies wirkt sich eher negativ auf die Hauptserie aus. So schien die Parteileitung nun nicht verlegen, auch radikale Umbrüche zu vollziehen, um wieder einen größeren Marktanteil in der Zielgruppe zu erlangen.

Die Folge begann in einem traumhaften Ferienressort. Die Parteispitze hatte ihre Claqueure zum Entspannen dorthin eingeladen und alle erwarteten dort ein wenig von den leckeren Schnittchen zu bekommen und sich die Taschen für die prophezeiten schlechteren Zeiten zu füllen. Aber weit gefehlt. Statt Bildern von dicklichen Hinterbänklern mit vollem Mund und Alufolie ausgekleideten Handtaschen aus denen Schnittchenecken lugen zeigte Gast-Regisseur Steven Spielburg (Soldat James Ryan, 24, Hitlers Helfer, Sandmännchen 3 – Endless Dream) in schnellen Schnitten und vor drohender Musikkulisse den scheidenden Parteivorsitzenden Kurt Beck (gespielt von Kurt Beck). Dieser rief eine kleine Gruppe von Verschwörern/Parteigranden in einem abgelegenen Bungalow zusammen. Bei Brennspiritus-O schrie er: „Ich hab die Schnauze voll. Diesen Scheiß mach ich nicht mehr mit. Der fucking Spiegel, der kriegt ne Briefbombe! Aber voll Karacho. Jetzt echt!“ Nach einer kurzen Pause verkündete er dann den entsetzten Gesichtern vom Steinmeier, Müntefering und Heil, dass er für das Amt des Parteivorsitzenden „nicht mehr zur Verfügung“ stehe.

Kaum hatte Beck dies ausgesprochen, schlug Heil Willy Brandt als Parteivorsitzenden vor. Als Beck beim Rausgehen allerdings noch rief, dass Brandt tot sei, gab es erst einmal eine kurze Pause im Nominierungsspektakel.

Verzweifelt versuchte Steinmeier die Situation zu retten, als er Gazprom Germania Mogul Gerhard Schröder ins Spiel brachte. Der Vorschlag fand allerdings wenig Gegenliebe und so wurde für 2 Minuten und 37 Sekunden Pavel Michailczik SPD Parteivorsitzender. Der gebürtige Pole mit polnischem Pass arbeitete bereits viele Jahren im Ressort, seit er von der SED 1987 aus Polen verschleppt und zur Zwangsarbeit im Bereich der Kommerziellen Koordinierung (KoKo) der DDR verdammt wurde. Der Fall der Mauer wurde dem inzwischen 67 Jährigen verheimlicht und so arbeitete er weiterhin für Alexander Schalk-Golodkowski und seinen Untergebenen Axel „IM Monika“ Hilpert. Im vom Land Brandenburg mit 5 Millionen Euro unterstützten DDR-Bonzen/Devisen-Rettungs-Projekt „Schwielowsee Ressort“ musste Michailczik seine Kenntnisse als Elektroingeniuer nutzen, um Glühlampen in den protzigen Bungalows auszutauschen. Vollkommen überrascht von seiner plötzlichen Wahl durch die Genossen zum Parteivorsitzenden reagierte er jedoch schnell und stellte einen Ausreiseantrag. Als Franz Müntefering ihm berichtete, dass die DDR seit ca. 20 Jahren nicht mehr existierte, ging eine Scheibe zu Bruch und die SPD stand wieder ohne Parteivorsitzenden da.

Franz „Münte“ Müntefering reagierte sofort und schlug Oskar Lafontaine vor. Dieser war zufällig im Nebenraum und nahm die Nominierung an. Im Anschluss schmiss er alle Anwesenden aus der Partei und schlug seinerseits Frank-Walter Steinmeier als neuen Parteivorsitzenden und eine Umbenennung in ASPD (Abhängige SPD) vor. Der Vorschlag wurde einstimmig (dafür 1, dagegen 0, Enthaltungen 0) angenommen. Steinmeier wurde Parteivorsitzender, nahm die anderen wieder auf, was Lafontaine dazu bewog, unter Protest aus der Partei auszutreten. Dieser Umstand kümmerte die anderen aber nicht und Steinmeier schlug eine Systemwiederherstellung des Parteivorsitzes vom 21. März 2004 vor, welches der Administrator der SPD-Homepage einleitete. Leider hatte dieser Vorgang zur Folge, dass die Partei nun wieder SPD hieß, weil sich der Administrator weigerte „das schon wieder“ zu ändern.

Im Anschluss wurde dann das Bekannte von Heil und Steinmeier vorgetragen. Aus Rücksicht auf die ohnehin schon verwirrte Bevölkerung entschied man sich allerdings, die Wechselgeschichte auf nur einen zu beschränken. Der Administrator hatte gedroht, den Mailserver der SPD abzuschalten, sollte er sich „in irgendeiner Weise zum Thema Systemwiederherstellung äußern“ müssen. Per Voice-SMS bezeichnete er Steinmeier noch als „En Null Null Be“ und trug dessen Emailadresse bei Spamyourenemy.com ein.

Aber nicht nur dieser Schritt verzückte die skandalhungrige Meute hinter den Mattscheiben. Unter tosendem Beifall verkündete Steinmeier, dass zur Bundestagswahl 2013 ein ganz besonderer Kandidat der SPD aufgefahren werde. Hierzu befände sich im Augenblick eine besondere Genmischung in den Teströhren, welche als endgültige Mutation den Kandidaten der bald zu gründenden Partei SPDU Franz-Walter Müntemerkel ergeben werde. Das Genmischwunder soll alle verschlagenen Eigenschaften der führenden deutschen Politiker in sich vereinen und die magische Grenze von 27% knacken, unter welche laut Statistischem Bundesamt die Wirtschaftsparteien der Mitte im Jahr 2012 voraussichtlich fallen werden.

Einen Verlierer sollte dieser Tag allerdings haben. Das ASPD Parteilogo musste geopfert werden.

Man kann nur hoffen, dass die Sendung ihren neu gewonnenen Drive nicht gleich wieder verspielt. Um so mehr wird die Parteiführung jetzt jedoch auf die Marktanteile schielen.

SPD – täglich 0-24 Uhr, ARDZDFARTEPHÖNIXRTLIISat1Pro7Kabel1NDRWDRSWFBR


Zeitreisen nutzlos

Bötzow – Wissenschaftlern der Universität Bötzow ist es gelungen, einen Wurmlochgenerator zu fertigen, der Wurmlöcher in dem Format von 0,1m x 0,5m x 0,6m erzeugen kann. Mit Hilfe dieser Wurmlöcher seien Reisen durch die Zeit möglich. Dazu Frontentwickler Dr. Mikro-Frank Wussow:

„Die Möglichkeiten dieses Geräts sind unbegrenzt. Wir können zum Beispiel Lotto- und Toto-Ergebnisse in die Zukunft übersenden, um sie in dieser Zukunft einfach so zu haben. Genial!“ Auf die Frage, warum diese nicht in die Vergangenheit geschickt werden würden, um z.B. den Forschungsetat des Instituts aufzubessern, sagte Dr. Wussow, dass der geheime Schwur der Quantenmechaniker solch eine Anwendung strickt verbiete. Genauere Angaben zu dem Schwur wollte er nicht machen.

Ein fragwürdiges Ergebnis förderte das erste Experiment zu Tage. Dabei ließ Dr. Wussow ein Wurmloch in die Zukunft öffnen in welches er eine mit einem Angelhaken bestückte Schnur warf. Diese  zog er nach 2 Minuten wieder heraus.

Auf diese Weise konnte eine Zeitung mit dem Titel „BAZ – Berliner Atzenzeitung“ vom 12. Mai 2010 geborgen werden, deren merkwürdiger Inhalt jetzt die Futurologen beschäftigt und für streng geheim erklärt wurde. Erdbeeren im Winter gelang allerdings ein Handyfoto und gibt hier den Inhalt der Titelgeschichte wahrheitsgetreu wieder:

Hurra – Pflügbert Frieder läd erneut zum Karneval


Berlin – Wieder einmal hat unser großartiger Oberbürgermeister Pflügbert Frieder von der einzigen Partei Berlins (CDU) unsere Herzen mit Glück und Freude erfüllt.

Seit Pflügbert Frieder („Liebling der Herzen“-Award Träger 2009 und 2010) am 24. Dezember 2008 nach dem Tempelhof-Debakel die Mehrheit von 98,5 aller gültigen Stimmen gekommen hatte, geht es steil bergauf mit der Stadt. So konnte die Arbeitslosenquote durch Jobs am Internationalen Flughafen Tempelhof und durch den Bau der 30 Meter hohen Frieder-Statue in Mitte auf 0,2% gesenkt werden.

Um seine großen Verdienste an der Vaterstadt gebührend zu feiern verfügte Pflügbert Frieder (Kriegsnobelpreisträger 2009) den erneuten Aufmarsch des „Karnevals der Leitkultur“. Alle Ausländer sind herzlich eingeladen, das Deutsche zu bewundern und ihm in jeder erdenklichen Weise nachzueifern. Wie immer gibt es Wasser und Brot für alle (Deutschen).

Zu prüfen ist nun, wer dieser Pflügbert Frieder und diese CDU sein sollen, von denen in Berlin niemand etwas gehört haben will. In wie weit diese Informationen irgendeinen Sinn für die Menschheit haben soll bleibt darüber hinaus fraglich.


Yes we can’t!

SPD im Volks-Wahn – Nach Volks-Aktie jetzt auch Volks-Stimme

Berlin – Kurt Beck im Freudentaumel. Sowohl Präsidium als auch Vorstand haben seinem Vorschlag der Privatisierung der Bahn zugestimmt und damit seinen Thron verteidigt. Obwohl es im Vorfeld zu massenhaften Ausschreitungen der Jusos und der Rentner-Sozialisten kam, bei denen Molotow-Cocktails und Steine auf die Parteizentrale geworfen wurden, konnte der „Eiserne Kurt“ seine Linie verteidigen. Demnach werden 24,9% der Aktien auf dem Freien Markt veräußert. Der Clou an der gesamten Geschichte ist allerdings eine Besondere Kondition dieser Aktien. Es sollen Volks-Aktien werden. Bei diesem Konzept sollen die Käufer sich finanziell an allen Wagnissen beteiligen, jedoch kein Mitspracherecht bekommen. Eigentlich eine logische Folgerung aus der Vorsilbe „Volk“. Dazu Innenminister Dr. Wolfgangster Schäuble (CDU): „Genial. Das ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Verdammt! Da wird jemand für leiden müssen. Schreiben Sie das nicht auf.“

Doch während der Eiserne Kurt noch seinen Rausch ausschläft ist Berlins regierender Oberbürgermeister Klausi Wowereit (www.klauswowereit.de) bereits hellwach und –auf von dieser Idee begeistert. So prahlt er in zahlreichen Internetforen als „reg!erenderOberbuergerme1sta53“ damit bereits letzten Mittwoch die Volks-Stimme erfunden zu haben.

„Es hängt mir schon jetzt zum Halse hinaus! Und dann dauernd die Doppelposts. Ich hoffe die Mods machen da mal was gegen. Das nervt!“ So Bluemchen96 aus dem „Kätzchenfreunde-Zittau“-Forum.

Angelehnt an die Volks-Aktie wird dem Wähler bei Volks-Stimme die finanzielle Beteiligung an staatlichen Unternehmungen ohne Gewinnbeteiligung angeboten im Austausch gegen eine Wertigkeit der Stimme. Überraschend kündigte Wowereit (Skype: Klaus53B3rl1n) an, die Volks-Stimme bereits bei der Volksabstimmung am kommenden Sonntag zum Thema Flughafen Tempelhof einzuführen und diese so in eine Volks-Abstimmung umzuwandeln.

„Dazu musste ich nur den Namen ändern. Schlau, nicht wahr? Und gezählt haben die Stimmen für eine Entscheidung des Senats ja sowieso nicht. Und das ist auch gut so!“ So Wowereit gegenüber Erdbeeren im Winter.

Es bleibt also spannend. Die CDU plant bereits die Volks-Stimme auch im Bund einzuführen, um die Große Koalition in die nächste Wahlperiode rüber zu retten.

AKTUELLER NACHTRAG: Kurz von Redaktionsschluss erreichte Erdbeeren im Winter ein handgeschriebener Brief auf 3 Blatt Toilettenpapier (4-lagig) per Fax von Kurt Beck. Demnach will er auch die SPD reformieren. Zu einer Volks-Partei.