Archiv für Februar 2008

Endlich Lösung für Hessen

Regierung der Nationalen Einfalt in Hessen

Wiesbaden – Nach Wochen der Unentschlossenheit und geplatzten jamaikanischen Ampelträumen gibt es nun endlich Gewissheit aus Hessen. Nach nur 27 Sitzungsminuten gaben die Spitzen der hessischen Parteien die neue Regierung bekannt. Zunächst erklärten Roland Koch (CDU) und Andrea Ypsilanti (SPD) wie es zu dieser ungewöhnlichen Entscheidung kommen konnte. Die prozentuale Verteilung der gültigen, abgegebenen Stimmen habe im Vorfeld für einigen Wirbel gesorgt und alte Bündnisse unmöglich gemacht. Doch jetzt habe man eine Möglichkeit gefunden, den Wählerauftrag umzusetzen. „Der Wähler hat sich ganz klar geäußert,“ so Roland Koch. „Er fordert die Allparteienregierung.“ Im Hintergrund entrollten zeitgleich Tarek Al-Wazir (Grüne) und Jörg-Uwe Hahn (FDP) ein erstes vollkommen unprofessionelles Regierungs-Plakat. „95,5% Hessen – Die Allparteienregierung packt’s an!“ stand dort zu lesen.


Passend zum Ergebnis wurde dann auch die Ministerpräsidentin gewählt. „Wir haben uns für eine Frau entschieden,“ sagte Andrea Ypsilanti kämpferisch. „Christel Wegner hat die meiste Erfahrung bei Regierungen mit Zustimmung im 90-Plus Bereich.“ Die 60-jährige Kommunistin hat bereits ihre Zustimmung signalisiert. Hessens härtester Gegner der Kommunisten, Roland Koch, wird überraschend Teil der neuen Regierung sein. Man habe ihm das Landessicherheitsministerium zugesprochen, womit sich auch die Bundes-CDU zufrieden gibt. Dazu sagte der Generalsekretär Ronald Pofalla: „Wenn schon Überwachungsterror, dann aber von rechts!“

Auch andere Prominente haben ihre Mitarbeit in dem neuen Landesministerium angekündigt. So heißt es aus internen Kreisen, dass sich bereits Otto Schily und Manfred Kanter bei Roland Koch zwecks eines politischen Amtes gemeldet hätten.

Darüber hinaus gab es jedoch nicht nur positives von der Informationsveranstaltung zu berichten. So gab es einen kurzen Tumult zwischen einem Journalisten und mehreren Sicherheitskräften. Dieser wurde ausgelöst, als Roland Koch die Frage des Journalisten darüber, ob er sich im Klaren sei, dass die neue Regierung lediglich über 59,9% Zustimmung der Wahlberechtigten verfüge, mit einer Anordnung zu dessen Abführung beantwortete. In Anschluss wurden alle Anwesenden zur Informationsauswertungskontrolle zurück in die Beobachtungsstelle Hessen-West gefahren.Technorati-Tags: , ,

„Meine Freunde lachen über mich!“

Berlins Jugendknäste überfüllt – Streetcredibility in Gefahr

Berlin – Wie vergangene Woche bekannt wurde, sind Berlins Jugendstafanstalten so stark überfüllt, dass jugendliche Straftäter vom Gefängnistor nach Hause geschickt werden. Was dem durchschnittlichen CDU-Wähler wie ein Horrorszenario ala Lovecraft erscheinen mag sorgt innerhalb der Berliner Gangsta-Rap-Szene für große Probleme.

Aufgeschreckt durch die Behauptung des rechtspolitischen Sprechers der Grünen-Fraktion Dirk Behrendt, dem zufolge die Justiz Senatorin keine Aufstockungen im Bereich der Jugendarrestplätze für notwendig erachte, reagierte der Spießbüger unter den Gangsta-Rappern, Bushido, mit einem Brandbrief an Gisela von der Aue. In diesem forderte er eine unverzügliche Klarstellung des seine Berufsgruppe gefährdenden Schrittes. Die Senatorin informierte daraufhin am 22.02.2008, dass es sich hierbei um üble Propaganda des Öko-Hasspredigers Behrendt handele und bereits Sonderzellen für Gangsta-Rapper bereit gestellt werden würden.

„Notfalls auch bei mir zu Hause im Keller. Wir wollen ja nicht, dass die jungen Herren später keinen Job finden, weil sie nicht die JVA besuchen konnten und vor ihren Fans als unglaubwüdig dastehen,“ so von der Aue (SPD).

Genau das wurde von den Berliner Rap Labels Royal Bunker und Aggro Berlin befürchtet. Marko Butzmann alias „After MC“, Sprecher des neu gegründeten Verbandes „Gangstarapper für Knast, du Spast“, erklärte gegenüber Erdbeeren im Winter: „Einzelne MCs [Master of Ceremony, entspricht Batchelor of Arts; Anm. d. Regierung] würden von wild Fremden ausgelacht. Ihre Streetcredibility ist einfach dahin. Die packen ihre Koffer, stehen vor dem Knasttor und freuen sich auf den ersten Kontakt mit dem Cell-Block. Statt dessen sagt ihnen aber jemand, dass sie nach Hause gehen sollen. Was soll’n der Scheiß! Ein Gangstarapper braucht einfach seine Zeit im Knast. Das ist, wie die Uni dichtmachen. So wird aus denen kein großverdienender Steuerzahler. Die Politik kann ja wohl nicht von den MCs erwarten nach Brandenburg zu fahren, um dort ihre Straftaten zu begehen, nur weil da die Knäste noch frei sind!“

Auch die Berliner FDP hat diesen Trend erkannt und fordert nun ihrerseits, den Sprechgesangsunternehmern nicht ihre wirtschaftliche Grundlagen zu entziehen. In den Führungskreisen der JuLis denke man bereits über Besetzungen von Volksküchen nach, um auf das Schicksal dieser potentiell besser Verdienenden hinzuweisen, so ein anonymes Mitglied.

Bleibt zu hoffen, dass die Bemühungen von der Aues schnell Früchte tragen, sonst könnte der Wirtschaftszweig der Sprechgesangsunternehmen massiv Schaden nehmen.

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„Demokratische Republik Rixdorf“ verkündet

Neukölln erklärt Unabhängigkeit von Deutschland

Berlin/Neukölln Nachdem das Kosovo bereits am Sonntag seine Unabhängigkeit von Serbien verkündet hatte, ist ihm überraschend der Berliner Stadtteil Neukölln nachgefolgt.

Am Montag Abend, nach der Tagesschau, wandte sich Manfred Wenkow an seinen Tresennachbarn Friedrich Wönner und der klärte ihm die Unabhängigkeit. Wönner war sofort begeistert, dass es so etwas gäbe, und er erzählte wiederum 5 anderen Personen über sein Mobiltelefon von dieser Idee. Um 0 Uhr war es dann soweit. Eine spontan auf dem Herrmannplatz zusammengetretene verfassungsgebende Versammlung verabschiedete einstimmig die Unabhängigkeitserklärung des Stadtstaates „Demokratische Republik Rixdorf“, kurz DRR.

Dieser Schritt sorgte im Nachbarland Deutschland für einige Verwirrung. Der Bürgermeister des ehemaligen Berliner Bezirks Heinz Buschkowsky nannte dieses Vorgehen „einer Demokratie nicht würdig“ und kündigte an, im benachbarten Tempelhof eine Exilregierung zu bilden. Berlins regierender Oberbürgermeister Klaus Wowereit hatte für diesen Schritt nur Spott übrig. Er wies Präsident Wönner darauf hin, dass die DRR nicht einmal in der Lage wäre, seine Einwohner selbstständig zu versorgen. Wönner konterte daraufhin, man habe ja Karstadt, da könne einem gar nichts passieren. Finanz- und Außenminister Serhan Gül ergänzte, die DRR werde seine Bürger über Lebensmittelzukäufe aus Deutschland und der Türkei wie gewohnt ernähren können. Die wegfallenden Zahlungen der Stadt Berlin an den ehemaligen Bezirk werde durch einen raffinierten Finanzplan Güls gemeistert. So kündigte er an, dass bereits ab dem kommenden Freitag auf dem Markt am Maybachufer auch Aktien gehandelt werden würden und überraschte die internationalen Finanzexperten durch die Vorstellung eines ausgeklügelten Steuer- und Stiftungssystems, dem der Schweiz und Liechtenstein nicht unähnlich.

In seiner Rolle als Außenminister erkannte er bereits direkt nach seiner Wahl am Dienstag morgen das Kosovo an und bot leer stehende Räume eines ehemaligen Cafés in der Sonnenallee als mögliche Botschaft an. Das Kosovo begrüßte die Unabhängigkeit Rixdorfs und lud Wönne für die nächste Woche zu einem Staatsbesuch ein.

Innerhalb der EU-Staaten erhärteten sich die Fronten der Anerkenner und Verweigerer. Während Frankreich und England den Schritt begrüßten, zeigten sich die Staaten mit nach Unabhängigkeit strebenden Minderheiten wie Spanien und Belgien äußerst zurückhaltend. Der Stein scheint jedoch bereits im Rollen zu sein, da sich Präsident Bush aus Tansania erfreut über das multiethnische Rixdorf äußerte: „Die Rixdorfaren sind nun unabhängig.“ Angela Merkel und ihr Vize Frank-Walter Steinmeier hielten sich mit Kommentaren noch zurück, doch aus internen Kreisen war zu hören, dass beide im höchsten Maße verärgert seien ob der Causa Rixdorf. Auch Wehrsportminister Jung musste seinen Afghanistanurlaub abbrechen und wurde in den Bunker unter der Bundeskanzlei zitiert.

Dabei kommt die Unabhängigkeit Rixdorfs nicht überraschend. Bereits 1361 bezeugen Urkunden den Unmut der Richardsdorpovaren über die horrenden Steuern des Markgrafen Ferdibald zum Winkel. Die anschließende, 278 Tage und 273 Nächte dauernde, Schlacht am Maybach, nachdem später das heutige Grenzufer benannt wurde, sicherte Richardsdorp eine Mehrwertsteuer von 15,2%. Dieses Ereignis grub sich tief in das kollektive Unterbewusstsein der Ortsansässigen. Nicht minder waren die Proteste, als Rixdorf in Jahre 1912 in Neukölln umbenannt wurde, um ein altes Schmuddel-Image abzustreifen. Nur mit Waffengewalt erfolgte schließlich die Eingemeindung nach Groß-Berlin am 1. Oktober 1920.

Henry Kissinger und Zbigniew Brzeziński machten bereits 1971 in ihrem umstrittenen Buch „Clash through minimalism“, Kollision durch Minimalismus, auf die Abspaltungstendenzen des damaligen Neuköllns aufmerksam und verwiesen auf die möglichen katastrophalen globalen Folgen für Hamburg-Billstedt und Jugoslawien.

Nun bleibt es jedoch abzuwarten, ob die EU die Demokratische Republik Rixdorf offiziell anerkennt. Ein Ergebnis wird nicht vor 2012 erwartet.

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Praktikum bei Herrn Kim

Praktikanten-Tagebuch von:

Daniel Rumpel

Mat.Nr.: 553299814452

BA Politikwissenschaft/BWL

2. Semester

Tag 1:

Nach dem langen Flug landete ich endlich in der Hauptstadt. Es waren nur sehr wenige Menschen im Terminal, ganz anders als in Frankfurt, dem Ort meiner Abreise. Ich war sehr aufgeregt, bald meinen Chef kennen zu lernen, doch leider konnte er mich nicht persönlich abholen. Stattdessen kam ein freundlicher Dolmetscher, dessen Namen ich mir nicht merken konnte – Notiz an mich: Namen besser merken, notfalls im Kopf wiederholen, bis er sitzt – und ich wurde mit einer weißen Limousine zum Arbeitsplatz von Herrn Il gefahren.

Das Arbeitsgebäude von Herrn Il stellte sich als wirklich beeindruckendes Bauwerk heraus und überall hingen Bilder von ihm herum. Der Dolmetscher sagte mir, dass ich auf einer Holzbank Platznehmen solle und auf Herrn Il warten. Dort wartete ich bis zum Abend, was sehr langweilig war, da ich mit meinem iPhone nicht ins Internet konnte. So musste ich die ganze Zeit Musik hören- ein Glück hatte ich die Harry Potter Hörbücher drauf. Gegen 23 Uhr (Gefangener der Askavar oder so) rauschte plötzlich ein gutes Dutzend Menschen an mir vorbei und eine halbe Stunde später sagte mir der Dolmetscher, dass Herr Il in der Gruppe war und er mich morgen empfangen würde. Ich hatte mich auch schon gewundert, schließlich waren die Soldaten vor seinem Büro ja auch schon nach Hause gegangen.

Naja. Das Hotel ist super, es gibt aber nur einen Fernseh-Kanal. Ein bisschen langweilig, weil da nur lachende Menschen zu sehen sind. Egal. Schlafen.

Tag 2:

Peinlich, peinlich. Heute traf ich „Herrn Il“ und musste leider feststellen, dass „Herr Il“ eigentlich Herr Kim heißt. In Nordkorea wird der Nachname dem Vornamen vorangestellt. Dementsprechend war Kim Yong-Il nicht gerade begeistert, als ich ihn mit seinem Vornamen begrüßte… Naja, egal. Ich traf ihn endlich um 5.30 Uhr (Soldaten kamen in mein Zimmer um 4.30 Uhr gestürmt, brüllten irgendwas herum und zogen mich in einen Militär-Jeep. Ein paar Schläge später stellte sich zu unser aller Überraschung heraus, dass es sich um eine „Verwechslung“ handelt und ich wir lachten noch ein bisschen, bevor mir die Soldaten das Blut aus dem Gesicht wischten und mich beim Ministerpräsidenten-Palast absetzten).

Herr Kim schrie dann ein wenig herum, dass er von einem Praktikanten gar nichts wüsste und warum er immer als letzter etwas erfahre, wenn irgendwas Neues in Korea passiere. Nachdem er den 1. Staatssekretär erschossen hatte, besserte sich seine Laune allerdings schlagartig. Freudig erregt, wie ein kleines Kind, zog er mich an der Hand durch seinen Palast des Volkes und zeigte mir die unzähligen Bild von ihm selbst. Nach 2 Stunden hatte er dann aber keine Lust mehr und er bekam wieder schlechte Laune. Er zeigte auf einen großen Stapel Dokumente und wies mich an, sie alle Abzustempeln, er würde sich derweil im Nebenraum besaufen und „den Raketenstart“ auf HD-DVD anschauen. Als ich ihn fragte, um was es sich bei diesem riesigen Stapel Zettel handele, sagte er nur lapidar etwas von „death penalty“ und zog singend ins Nebenzimmer.

Am Anfang hatte ich starke Probleme die Unterschrift von Herrn Kim nachzumalen, aber mit der Zeit bekam ich das ganz gut hin, obwohl der ohrenbetäubende Lärm der immer und immer wieder startenden Rakete gepaart mit koreanischen Saufliedern mich stark von der Arbeit ablenkten. Gegen 23 Uhr durfte ich gehen. Oder besser: Ich schlich mich einfach raus. Herr Kim war auf seinem Sofa eingeschlafen, die Whiskey Flasche noch in der Hand, während die Rakete unaufhörlich dem Sieg entgegen startete. Im Hotel war alles ruhig. Vorsichtshalber stellte ich allerdings eine Flasche auf die Türklinke. Man weiß ja nie.

Tag 3:

Heute hatte ich eine kurze Diskussion mit Herrn Kim nachdem ich von den Prügelsoldaten, die mich wie auch schon am Vortage zur Abreit fuhren, erfahren hatte, dass Herr Kims Vater bereits Ministerpräsidenten von Nord-Korea gewesen war. Ich warf Herrn Kim vor, dass so was jawohl gar nicht demokratisch und so sei und dass er sich schämen solle. Während Herr Kim mir Ohrfeigen gab, weil ich so ein „dummer langnasiger Junge“ sei, klärte er mich darüber auf, dass er von seinem Volk gewählt worden wäre, wie jeder andere Ministerpräsident oder Präsident auch. Und wenn ich das schon in Frage stellen würde, wie wäre es dann mit den Vereinigten Staaten von Amerika. Da wäre doch auch ein Sohn dem Vater als Präsident nachgefolgt und jetzt womöglich sogar noch die Frau eines Präsidenten. Und da wage ich es, ihn als Monarchen zu diffamieren. Hui, war der sauer. Mein Gesicht ist inzwischen ziemlich abgehärtet, und ich fiel mir auch nicht mehr so schwer, die Tränen zurück zu halten. Schlagartig änderte sich allerdings die Laune des Ministerpräsidenten, als er auf seinem riesigen LCD-Fernseher sah, dass in Süd-Korea etwas aus Holz brannte. Er fing mal wieder an sich zu betrinken und begnadigte noch schnell 13 Drogendealer. Danach war es 20 Uhr und ich hatte frei, konnte allerdings nicht viel machen, da der Rest des Landes Hausarrest hatte…

Tag 14:

Langsam kommen Herr Kim und ich besser zurecht. Er schlägt mich weniger und auch so sehe ich ihn immer häufiger lächeln, wenn ich einen niederen Beamten anschreie. Trotzdem war der Tag ziemlich anstrengend. Wir haben uns nämlich 14 Stunden lang eine Militärparade angesehen. Ständig marschierten Gruppen von Soldatinnen und Soldaten an uns vorbei, gefolgt von LKWs mit Raketen drauf.


Nach der ersten halben Stunde viel mir allerdings auf, dass scheinbar die gleiche Rakete wie schon zuvor um die Ecke kam und ich wollte das auch Herrn Kim sagen, aber die kleinen Generäle schauten mich auf einmal ganz fies an und dann blieb ich lieber still und es hat sich ja auch gelohnt: Ich durfte zusammen mit allen noch auf ein Foto.

Und weil ich so artig war, versprach mir der Ministerpräsidenten auch noch, dass er mich seiner Familie vorstellen wolle. Das wird sicher fein.


Tag 89:

Leider komme ich erst jetzt dazu, wieder etwas zu schreiben. Yong-Il und ich hatten in der letzten Zeit ziemlich viel im Land zu tun. Irgend ein Spaßvogel bei der Welt-Hunger-Hilfe hatte die gesamte Lieferung für unsere geliebte Volksrepublik durch Red Bull und Snickers ersetzt. Als dann die Ausgangssperre einsetzen sollten, drehte die arme, Koffein und Zucker nicht gewöhnte Zivilbevölkerung völlig durch und versuchte unseren über alles geliebten Führer Kim Yong-Il seines Amtes zu entheben. Leider schafften sie es, sich irgendwie zu bewaffnen und so dauerte die Befriedung ziemlich lange; ich konnte jedoch einiges von Yong-Il lernen. Er hat mich heute sogar seiner Familie vorgestellt. Es war wunderbar.


Danach haben die Jungs und ich noch eine Schneeballschlacht gemacht und dann musste ich ins Bett.


Tag 90:

Leider endet mein Praktikum schon morgen. Ich bin ein wenig traurig. Aber egal. Ich muss nach vorne schauen. Schließlich mache ich ja bald mein nächstes Praktikum. Ich bin gespannt, wie viel ich von dem Gelernten bei Herrn Ackermann umsetzten kann…

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Freiheit für Klaus Zumwinkel!

In der Zeitung Einkaufaktuell kann heute brandaktuell folgende Kampfansage des „Kommandos Josef Ackermann“ gefunden werden:

Staatsanwälte!
Wagt es nicht auch nur einen Finger an den ungeheuer erfolgreichen TOP-Manager Klaus Zumwinkel zu legen. Die gierigen Krankenarme Eures Arbeitgebers werden sich nicht mehr an seinem wohl verdienten Geld zu schaffen machen.
Freiheit für Klaus Zumwinkels Vermögen!
Freiheit für Klaus Zumwinkel!
Freiheit für alle Wirtschaftsgefangenen!

Kommando Josef Ackermann



P.s.:
Ver.di!
Sollten die wirtschaftsfeindlichen Streiks nicht unverzüglich eingestellt werden, so werden wir nicht zögern mit eigenen Müllwagen und Kinderbetreuungszentren Euren Streik zu brechen.

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Die kapitalistische Terrorgruppe „Kommando Josef Ackermann“ gibt bekannt

Über das Verkaufsfernsehen RTL-Shop wurde gestern Nacht um 03:42 Uhr eine Meldung der kapitalistischen Terrorgruppe „Kommando Josef Ackermann“ verlautbart. Während im Hintergrund für diverse Produkte geworben wurde gab eine Person, die sich selbst „General Motors“ nannte, Folgendes bekannt :


Internationale Konsumverweigerer!

Lange genug mussten die Völker aller Staaten ihr Konsumverhalten einschränken, in ständiger Angst vor Folter und Ermordung durch Eure Genossen und Glaubensbrüder. Das ansteigende Bemühen der letzten Jahre unsere freie Wirtschaftsordnung zu torpedieren hat die Regentonne vom Quelleversand für 49,99€ endgültig zum Überlaufen gebracht! Als Reaktion auf die Demütigungen der jüngsten Vergangenheit geben wir die Gründung des „Kommandos Josef Ackermann“ bekannt.

Unsere erste Warnung geht an die religiös motivierten Konsumverweigerer in den Palästinensergebieten, im Irak und Iran:
Stoppt unverzüglich die Entführungen treuer Konsumenten!
Weiterhin fordern wir die unverzügliche Freilassung aller Geiseln aus den Schlächterklauen der religiös und politisch Verwirrten!

Sollte dies bis nächste Woche Mittwoch nicht geschehen, werdet Ihr an unseren Vergeltungsmaßnahmen ersticken. Als erstes werden wir über Euren Wohnungen sämtliche Staffeln von Baywatch (Amazon ab 20,95€) abwerfen, damit Eure Jugend die Bedeutung von westlicher Freiheit und sanfter Erotik erkennen und lieben lernt. Danach werden in jeder irakischen, iranischen und afghanischen Stadt sowie in jedem palästinensischen Flüchtlingslager mehrere Filialen der Firmen

  • McDonalds
  • Burgerking
  • Starbucks
  • Footlocker

eröffnet, auf dass sich eure jungen Männer in den Hinterhöfen gegenseitig die Kehlen durchschneiden für ein Paar Adidas Samba (Footlocker 64,99€) und ein großes Vanilleshake.

Taliban!
Solltest Du Dich nicht den Truppen der Befreier bedingungslos bis nächste Woche Mittwoch ergeben, werden wir alle Mohnbauern mit Gratis-Spritzen versorgen und sie in die Kunst der Heroin-Herstellung einweihen, damit sie selbst ihre besten Kunden werden. Gleichzeitig werden auf Burka-Modenschauen in ganz Afghanistan Modelle von Gucci und Prada vorgeführt werden, auf dass Du Dich selbst vor Deinen Stoffgefängnissen ekeln wirst.

China!
Sollte bis übernächste Woche Donnerstag nicht die urheberrechtsverletzende Produktpiraterie vollständig eingestellt sein, so sehen wir uns gezwungen über dem gesamten Staatsgebiet Brady Family DVDs abzuwerfen, welche die Ein-Kind-Politik in Schutt und Asche legen wird.

Nord Korea!
Solltest Du nicht sofort Deine Grenzen für westliche Waren öffnen und Dich dem Süden gleichschalten, so wirst Du Dich schon wundern, wenn die nächste Welthungerhilfe-Lieferung aus Snickers und Red Bull besteht. Versuch dann mal eine nächtliche Ausgangssperre durchzusetzen!

Inländische Konsumverweigerer, Hippies, Linke und Ökos!
Wenn Ihr nicht ab sofort jeden Morgen bei McDonalds einen EggMcMuffin zu Euch nehmt, werden wir den großen Ausverkauf der Revolution starten. Ernesto Guevara wird Euch von jedem nur erdenklichen Junk-Produkt entgegen lächeln, da das berühmte Bild nicht urheberrechtlich Geschützt ist. Zumindest nicht in der westlichen Welt. Weiterhin werden wir Telenovelas und Talkshows produzieren lassen, die dem tumben Wahlvieh die Gräuel von Mindestlohn und Verstaatlichung bei gleichzeitiger Glorifizierung von Privatisierungen in das Gehirn brennen werden.

Dies sind unsere Forderungen. Wir machen keinen Spaß.

Lang lebe Josef Ackermann!

Das Ende des Videos informierte den Zuschauer daraufhin über die Preise und Hersteller der von den Terroristen getragenen Produkte. Auch sei das Video als DVD, HD-DVD und Blue-Ray Disc im Internetshop der Gruppe erhältlich.


Dieses Blog kann gefälscht oder Teil einer irreführenden Kampagne sein!

 

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